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ERMITTLUNG DES PASSENDEN MITTELS |
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Wichtigste Voraussetzung zur Ermittlung des richtigen Mittels ist das Krankheitsbild, also die Gesamtheit aller Symptome des Individuums. Zwei Tiere der gleichen Art oder Rasse, selbst wenn sie beispielsweise Wurfgeschwister sind, haben kein gleiches Krankheitsbild. Es gilt, alles ganzheitlich zu erfassen, z.B. Art des Verhaltens, Abweichungen vom bisherigen Verhalten, die Krankengeschichte, der Zeitpunkt der Erkrankung u.s.w. Auch das Aussehen und die Kondition des Tieres und aufgetretene Veränderungen spielen eine Rolle. Ebenso zu beachten sind frühere Erkrankungen und deren Behandlung, psychische Belastungen und die seelische Verfassung sowie Fütterung, Haltung und Beanspruchung des Tieres. Besonders wichtig sind die auslösenden Ursachen (Kummer, Erkältung, falsches Futter u.s.w.) und wodurch der Zustand besser oder schlechter wird (Kälte, Wärme, Nässe, Bewegung, Ruhe usw.) Sind möglichst viele Symptome des Tieres bekannt, so werden Sie in ihrer Wertigkeit geordnet. Müdigkeit und Appetitlosigkeit sind Kennzeichen fast aller Erkrankungen und haben daher eine geringere Wertigkeit im Gesamtbild. Plötzliche Geräusch- oder Lichtempfindlichkeit, spontane Ängstlichkeit oder Aggression, Widerwillen gegen bisher akzeptierte Futtermittel oder besondere Affinität zu bisher abgelehntem Futter können dagegen sehr wichtige Hinweise sein.
Das damit ermittelte Krankheitsbild wird sich nun mit einem Mittelbild decken. Dieses Mittel wird dann in der geeigneten Potenz zur Heilung eingesetzt.
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